Peter Herbolzheimer
 
       
Peter Herbolzheimer,
hat Eugen schon Anfang der 60-er Jahre in München kennengelernt. Er erzählt:
    Eugen war als Künstler stark geprägt von seiner Stellung zwischen Klassik und Jazz. Er hatte ja schon als Kind und Jugendlicher in Bukarest, wo ich auch geboren bin, alle Preise bekommen, die zu haben waren. Wir haben uns glaube ich zum ersten Mal in München in einem rumänischen Lokal getroffen. Ich glaube, er spielte bei Hazy Osterwald. Musikalisch haben wir mehr miteinander zu tun gehabt in der "Jazz Galerie" in Berlin, als im Studio bei Aufnahmen.

    Wie er von Berlin nach West-Deutschland kam, weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es war im Kasten einer Baßgeige.

    Dass er viele seiner Konzerte selbst organisiert hat, liegt einfach in der Natur unseres deutschen Musikmanagements. Es gibt hier keine Impresarios wie in den USA (z.B.der Norman Granz), die einen starken Geschäftssinn haben und gleichzeitig etwas von Musik verstehen. Die ganz darin aufgehen und bei denen die Musiker zur Familie zählen. In Deutschland wird das Wort Musikmanagement ziemlich klein geschrieben.

    Eugen hat ja die letzten Jahre viel mit dem Berkovics gearbeitet. Es gibt sehr viele Künstler, die kein Management haben. Das hat keinen Einfluß auf seine Lebensweise. Ich denke, Eugen war nicht exzentrischer als andere Musiker. Sie müssen wissen Musiker, Finanzämter und Buchhaltung, das steht oft im Gegensatz zur Kreativität.

    Die Künstlersozialversicherung ist mehr was für festangestellte Musiker, die freien, werden es immer schwer haben.
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Peter Herbolzheimer ist am Samstag 27.03.2010 in Köln gestorben
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